Coca-Cola

Wie Santa zu seinen roten Kleidern kam

Ob Samichlaus, Weihnachtsmann, Père Noël oder Sinterklaas - über eins sind sich alle einig: Er ist pausbäckig und gutmütig, hat einen wallenden weissen Bart und trägt einen roten Mantel. In der ganzen Welt ist er so bekannt. Doch nur wenige wissen, wie der Samichlaus zu seinem Aussehen kam. 

So wie wir ihn heute kennen, sah der Samichlaus nicht immer aus. Bevor 1931 die The Coca‑Cola Company in Atlanta den schwedisch-amerikanischen Illustrator Haddon Sundblom damit beauftragte, ihrer anstehenden Weihnachtkampagne ein freundliches Gesicht zu verleihen, war der Samichlaus mal gross, mal klein, dick oder eher dünn. Er kleidete sich abwechselnd in roten, blauen, goldenen oder braunen Kleidern und war Kindern gegenüber nicht immer wohlgesonnen.

Ein Coca‑Cola Verkaufsfahrer stand Modell

Das änderte sich mit den Santa-Claus Entwürfen von Haddon Sundblom in den 30er Jahren: Ein rauschender weisser Bart, schwarzer Gurt, schwarze Stiefel und ein roter, pelzbesetzter Mantel in den Farben von Coca‑Cola – so erschien der gesellige alte Mann jedes Jahr zu Weihnachten, brachte Wärme und Güte in die kalte Zeit und den Menschen viel Freude. Diese Werbeidee prägte die Vorstellung vom Santa Claus schon damals so sehr, dass Leute bei Abweichungen von dem heute so bekannten Image, besorgte Briefe an die The Coca‑Cola Company schrieben.

Als Vorlage für seine Zeichnungen diente Sundblom der pensionierte Verkaufsfahrer von Coca‑Cola und Freund Lou Prentiss. Auf ihn gehen das gutmütige Lächeln und die rosigen Pausbacken zurück. Nach seinem Tod stand Sundblom sich selbst Model, indem er bei seiner Arbeit in den Spiegel schaute.  

Haddon Sundblom’s Motive

40 detailreiche Entwürfe sind in den Jahren bis 1964 entstanden, die den Gabenbringer mit grösstem Vergnügen in unterschiedlichen weihnachtlichen Szenen darstellen. Oft neben einer erfrischenden Coca‑Cola mit einer modernen Begehrlichkeit der jeweiligen Zeit: einem knallroten Kühlschrank, einem Spielzeughelikopter oder einer Rakete anstelle seines Rentierschlittens.

Heute zählen die Bilder, die Sundblom ursprünglich in Öl anfertigte und die auf Kartons und Kalender, Werbeanzeigen oder Reklameschilder und Poster kopiert wurden, zu den wertvollsten Exponaten der The Coca‑Cola Company. In berühmten Museen, darunter das Louvre in Paris, konnten die Werke im Original bereits bewundert werden.

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